Yamaji Man - walking in two worlds
5: Mark Atkins und der Rassismus - Schulfreunde erinnern sich
Ort: Treffen mit alten Schulkameraden, irgendwo in West Australien.
Erzähler: Die Nacht bevor er nach Norden nach Geraldton fährt, um sein letztes Konzert zu geben, trifft er sich mit seinen alten Schulfreunden.
Mark Atkins: Wir gingen auf dass CBC (College der Christlichen Brüder). Das ist was von meinem Vater. Wir waren in jenen Jahren strenge Katholiken und es gab nicht viele katholische Aboriginals damals. Ich hatte die schwarze Mutter und alle anderen waren weiße Mütter.
Schulfreund: Ja und er kam aus dem Bett zum Schulbus, das Halstuch umgebunden und das Käppie verkehrt rum und ab zur Schule. Ich meine Christliche Brüder...6 der besten Jahre...
Mark Atkins: Jeden Morgen, jeden Morgen neun Jahre lang.
Schulfreund: Ja, und einen Morgen waren wir im Schulbus und da wurde dieses schreckliche Wort gesagt. Mark ging nach Hause zu seiner Mutter und fragte: „Mama, was bedeutet dieses Wort?“ Und das war...alles hat sich für Mark verändert. Mark wurde von einem richtig glücklichen Kerl zu einem Haufen Scheiße. Und so hat es angefangen. Genau da hat er seine Kindheit verloren, denn von da an haben sich die Leute weg gedreht: „Er ist ein Aboriginal!“ Aber wir haben nie so gedacht. Wir waren nur heranwachsende Kinder und eines Tages...peng! Ein Junge sagt das falsche Wort und er muss zu seiner Mama gehen und diese Frage stellen: „Was heißt dieses Wort?“ Es hat ihn verändert, von dem Tag an.

Einer von Mark Atkins' Schulfreunden erinnert sich
Mark Atkins: Eines Tages jedenfalls kam einer dieser Brüder und zack, mit seinen Fingern, verpasst mir 'ne Kopfnuss, und pflanzte sich direkt vor meiner Nase auf und sagte...und sagte: „Hör zu mein Sohn,“ sagte er „Deine Mutter und ihr Volk sind eine der niedersten Form en von Menschen, die hier auf diesem Planeten leben. Du hast eine halbe Chance. Du hast eine halbe Chance,“ sagte er „vermassle' sie nicht.“ Und ich dachte....und ich habe eine halbe Chance gehabt, glaube ich...weil ich halb weiß war.
Musik: Mark Atkins Didgeridoo
Erzähler: Marks Leben als junger Mann war ein Kampf. Auf rassistische Kommentare reagierte er mit Gewalt. Er hat einige Zeit im Gefängnis verbracht. Er hat alles an Drogen genommen, was greifbar war. Dreimal wurde er nach einer Überdosis wiederbelebt.
Mark Atkins: Wenn es nicht wegen der Fahrerei hier gewesen wäre, wäre glaube ich im Gefängnis. Ich weiß, ich wäre es oder tot. Eins von beidem.
