Yamaji Man - walking in two worlds
3: Mark Atkins bei seinen Geschwistern in West Australien
Erzähler: Mark durchquert den Kontinent, um seine Tournee mit einem Auftritt zusammen mit der schottischen Folk-Acid Band Shooglenifty zu beginnen.
Musik: Shooglenifty und Mark Atkins, Titel: The Pipe Tunes
Erzähler: Nach dem Konzert besucht Mark seine Brüder und Schwestern. Zum ersten Mal seit dem Tod ihrer Mutter. Er erinnert sich an eine Frau, die ihn musikalisch inspiriert hat.
Ort: Quinns Rock, West Australien
Mark Atkins: Wahrscheinlich war meine Mutter meine erste Musiklehrerin. Ich erinnere mich noch, als ich mein erstes Schlagzeug bekam und nicht wusste, wie ich es spielen sollte. Sie hat auch nie gespielt, aber sie hat mir gesagt, wo ich draufschlagen soll.
Schwester: Der einzige Grund, warum er ein Schlagzeug bekommen hat, war, dass er immer so viele Sachen kaputt gemacht hat, wenn er auf ihnen herumgehauen hat.

Mark Atkins mit Bruder und Schwester in Quinns Rock
Erinnerst du dich, als du die Farbtöpfe auf dem Bett umgedreht hast, eine Decke drüber und dann darauf rumgekloppt hast? Und Mama musste einen kompletten Satz neuer Decken kaufen. Die waren hinüber. Wenn du es Mama gleich gesagt hättest, dass die Farbdosen beim draufschlagen aufgegangen sind, hätte sie bestimmt noch etwas retten können. Aber du hast es ihr nicht gesagt und sie hat es am nächsten Morgen beim Betten machen entdeckt und da waren sie trocken. Sie waren alle trocken und er... er war wirklich...In der nächsten Minute fing sie an: „Bill, wir müssen ihm ein Schlagzeug besorgen. Und natürlich hat er ein Schlagzeug bekommen.
Bruder: Sie stand da und hörte ihm beim spielen zu...
Schwester: und erzählte ihm, wie er spielen sollte...
Bruder: und dann ... hau da drauf...
Schwester: ...so hat sie ihm das erste Lied beigebracht...
Bruder: ...nein, hau da drauf.
Schwester: Und sie sagte ihm, welche er nehmen sollte. „Und mach ein bisschen hiermit“, sagte sie. Sie hatte keine Ahnung, aber so lernen wir alle.
Schwester: Wenigstens kann ich sagen, dass wir endlich einen Fuss in der Tür hatten. Ich meine, guck mal in wie vielen Pubs wir wieder weggeschickt wurden, nachdem wir dort ankamen. Wir tauchten da in dem Glauben auf, wir seien für die nächsten Monate voll ausgebucht, aber nur, weil du dich nicht wie ein Aboriginal am Telefon angehört hast. Und dann, wenn du auftauchtest: „Oh, Du bist schwarz. Oh, tut uns leid, wir haben jemand anderen gebucht.“ Oder die haben ganz auf eine Band verzichtet. Das ist einige Male passiert.

Vergangene Zeiten: Mark und seine Schwester Donna
Mark Atkins: Wahrscheinlich haben wir 60 – 70 % gekriegt. Der Rest sagte: „Tut uns leid, weisst du wir haben 'ne Doppelbuchung.“ Oder: „Ähm, wir haben keine Unterkunft.“ So...das haben wir oft gehabt.
